Birgit Demel beim Fränkische Schweiz Marathon u.a.

Hier einige Rennberichte von Birgit Demel, beim Fränkische Schweiz Marathon in Litzendorf, dem ALPINA-Rennen in Schneckenlohe, RR-Einzelzeitfahren Luhe-Oberwildenau sowie dem Franken-Bike-Marathon in Trieb.

 

Beindruckende Vorstellung von Birgit Demel
Schnellste Frau auf der 49km-Distanz beim Fränkische Schweiz-Marathon in Litzendorf

Am 20.Mai trafen sich die ambitionierten Mountainbiker aus Deutschland und einigen Nachbarländern in Litzendorf bei Bamberg zum jährlichen Fränkische-Schweiz-Mountainbikemarathon.  Der schnelle Kurs ist trotz einiger giftig steiler Anstiege flüssig zu durchfahren. Gut trainierte Fahrer müssen nirgends absteigen.
Birgit Demel hatte sich für die Halbdistanz, sprich 49 Kilometer entschieden. Wohl wissend, daß die für diese kurze Distanz niemals die Reserven ausgehen, drückte sie von Anfang an mächtig aufs Pedal. Da alle Teilnehmer zur gleichen Zeit starteten, wußte niemand so recht, ob man gegen einen Halb- oder Langdistanzler ankämpft. Das Fahrerfeld war bunt gemischt.tl_files/bikesportbuehne/News/2012/Mai/22.05._Berichte Demel/Litzendorf 2012 006 zugeschnitten.jpg
So war sich Birgit Demel auch nie im klaren, an welcher Position sie im Rennen lag. Aus der Vermutumg heraus, dass eine weitere Konkurrentin vor ihr sein  könnte, erhöhte sie vor allem auf den flachen Gegenwindpassagen enorm das Tempo. Manch männlicher Fahrer musste in ihrem Windschatten das Handtuch werfen und abreißen lassen.
An diesem Sonntag fügte sich Birgits akribische Vorbereitung zu einem erfolgreichen Ganzen: gezieltes Training, ein schnelles Rad mit verlässlichem Material, reichlich Flüssigkeit bei den heissen Temperaturen und das nötige Quäntchen Glück. Sie konnte sowohl in den steilen Bergaufpassagen die Lücke zwischen schiebenden Fahrern finden als auch in den Abfahrten eine schnelle  Ideallinie fahren. Erst im Ziel angekommen hörte sie, daß sie mit Abstand die schnellste Frau des Rennens war. Mit einer Zeit von 2:12:17 war sie über sieben Minuten schneller als die zweitplatzierte Katja Waltz vom Team Medsport.eu. Dritte von insgesamt 20 gestarteten Damen war Imke Kuhne mit 2:20:59 .
Mit diesem beeindruckenden Sieg hat Birgit erneut bewiesen, daß im Ausdauersport auch Atlethinnen mittleren Alters noch den Ton beziehungsweise das Tempo angeben können.


Erfolgreicher Saisoneinstieg mit Hindernissen

Auch dieses Jahr hatte die Mountainbike-Marathonspezialistin Birgit Demel vom Team Redvil nach gezielter Saisonvorbereitung wieder zuerst kurze Trainingswettkämpfe absolviert, um sich die nötige Tempohärte zu verschaffen.
So nahm sie, obwohl gar nicht ihre Disziplin, am 22. April am CC-Rennen in Schneckenlohe teil und konnte dort den Titel der drittschnellsten Frau mit nach Hause nehmen.


Am 1. Mai probierte sich Birgit in einer ganz anderen Disziplin aus und tauschte das Mountainbike gegen das Rennrad als Wettkampfgerät. Das Einzelzeitfahren ging über 10 Kilometer und fand in Luhe-Oberwildenau statt. Zwecks Chancengleichheit wurde in die Kategorien Zeitfahrräder und "normale" Rennräder unterteilt. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr Birgit souverän den ersten Platz in der Klasse normale Rennräder ein und bewies damit ihre Gabe sich selbst bestens motivieren zu können. Die einzige Frau auf einer Zeitfahrmaschine, die bayrische Meisterin Adelheid Schütz, fuhr in der Klasse unter den Männern auf den beachtlichen zweiten Gesamtplatz.

Der erste lange Wettkampf dieses Jahr war der Franken-Bike-Marathon in Trieb/ Lichtenfels, den Birgit Demel schon sehr oft bestritt. Als schnellste Frau 2010 und 2011 war Birgit zur Titelverteidigung angereist.
Der wunderschöne, aber technisch durchaus anspruchsvolle Rundkurs über 90 Kilometer verwandelte sich jedoch durch den nach kurzer Zeit heftig einsetzenden Dauerregen in eine kräftezehrende Rutschpartie. Die widrigen Bedingungen gaben vielen Racern keine Chance. Fast die Hälfte aller Fahrer brach das Rennen vorzeitig ab.
Nach zwei Stürzen hintereinander des selben vorausfahrenden Mannes wurde sie jedes Mal in den Sturz verwickelt und zunächst an der Verfolgung der in Reichweite führenden Dame gehindert. Im zweiten Teil versuchte Birgit ohne die verschmutzte Schutzbrille ihr Glück. Als Birgit jedoch Ihre Verpflegungstasche erreichte fand sie aus bis heute nicht geklärtem Grund Ihre Flasche dort bereits leer vor und musste sich noch Verpflegung für weitere Kilometer organisieren.
Die letzten zwei Stunden waren eine Tortur durch den Schlamm, Birgit konnte die enorm starke Lokalmathadorin Tanja Trinkwalter vom Team Sirius X-Ice Team  (5h,19min) und die zweitplatzierte Lena Pickelmann (5h,27min) vom Team Radioaktiv nicht mehr einholen und kämpfte sich auf Platz drei nach sehr harten und anstrengenden 5 Stunden und 35 Minuten durchs Ziel.

 

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